Wechselmodell – Ist das was für uns?

erstellt von: Petra Beck

Für alle, die sich mit dem Thema Wechselmodell befassen möchten, halten wir in unserer VAMV-Landesgeschäftsstelle in Gera, Zschochernstraße 35, einen Ratgeber zu den Öffnungszeiten bereit.

Der VAMV Landesverband Berlin hat nicht nur wertvolle Informationen rund um die Betreuung im Wechselmodell, sondern auch verschiedene  Erfahrungsberichte von Kindern, aber auch von Eltern, die es gelebt haben, zusammengetragen.

Die Broschüre bietet also viel Stoff zum (gemeinsamen) Nachdenken über dieses Betreuungsmodell und zum Abwägen der Vor- und Nachteile für Kinder (und Eltern).

 

Rente muss für eine gutes Leben reichen

erstellt von: Petra Beck

Offener Brief an die Mitglieder der Rentenkommission:

Sie haben die herausfordernde Aufgabe, durch eine nachhaltige Sicherung und Finanzierung die Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme auch für die Zukunft auf sichere Füße zu stellen.

Das begrüßen wir ausdrücklich! Wir wollen Sie heute auf die Wichtigkeit aufmerksam machen, dabei gerade die besondere Rentensituation von Frauen fest im Blick zu haben! Die Alterssicherung von Frauen zeigt, wie unter einem Brennglas, an welchen Stellen unser Rentensystem nicht ausreichend greift, um Frauen auch im Alter abzusichern und vor Armut zu schützen. Deswegen wollen wir heute den Fokus auf besonders wichtige Ansatzpunkte lenken, die Sie im Interesse der Frauen bei der Erarbeitung Ihrer Empfehlungen an die Bundesregierung unbedingt in den Blick nehmen müssen: mehr Weiterlesen: Rente muss für eine gutes Leben reichen

Großteil Alleinerziehender kann vom höheren Kindergeld oder Steuerfreibetrag nicht profitieren

erstellt von: Petra Beck

Berlin, 6. Juni 2018. Höheres Kindergeld, steigende Steuerfreibeträge – das wird viele Familien freuen. Unter ihnen auch einzelne Alleinerziehende, sofern das Einkommen so hoch ist, dass sie von den angekündigten Steuervorteilen profitieren. Für den Großteil der Alleinziehenden wird das allerdings nicht der Fall sein. Anlässlich der Ankündigung des Finanzministeriums, das Familienentlastungsgesetz auf den Weg zu bringen, erklärt Erika Biehn, Bundesvorsitzende des Verbandes Alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV):

„Das Familienentlastungsgesetz muss Hand in Hand mit den angekündigten Maßnahmen gegen Kinderarmut gehen. Sonst wird es für Alleinerziehende erneut heiße Luft statt Entlastung für ihre Familie geben. Das Kindergeld soll um 10 Euro erhöht werden – aber im gleichen Zuge sinkt der Unterhaltsvorschuss oder das Hartz IV-Geld. Familienförderung über höhere Steuervorteile kommt bei all den Alleinerziehenden mit kleinen Einkommen nicht an.

Die Reform des Kinderzuschlags gehört nach oben auf die Agenda. Es braucht kurzfristig eine Verbesserung des Kinderzuschlags für Alleinerziehende. Dieser kann nur dann Armut in Einelternfamilien senken, wenn das Anrechnen von Unterhaltsvorschuss oder Unterhalt nicht mehr zum Wegfall des Kinderzuschlags führen. Der Ausbau des Unterhaltsvorschuss vergangenes Jahr hat dieses Problem sogar ausgeweitet und manche Alleinerziehende mit kleinen Einkommen schlechter gestellt. Statt rechte Tasche – linke Tasche zu spielen, müssen Unterhaltsvorschuss, Unterhalt, Kinderzuschlag, Wohngeld und das Bildungs- und Teilhabepakt so aufeinander abgestimmt werden, dass unterm Strich der Ausbau des Unterhaltsvorschuss bei allen Alleinerziehenden im Portmonee ankommt.

Insgesamt brauchen wir einen Systemwechsel hin zu einer Kindergrundsicherung, damit kein Kind im Dschungel der familienpolitischen Leistungen verloren geht.“

 

 

Maßnahmen gegen Kinderarmut müssen bei Alleinerziehenden ankommen

erstellt von: Petra Beck

Berlin, 07. Februar 2018. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt, dass CDU/CSU und SPD sich im Koalitionsvertrag auf Maßnahmen gegen Kinderarmut geeinigt haben. Damit ein erhöhter Kinderzuschlag bei der Mehrheit der in Armut lebenden Kinder ankommt, braucht es weitere Reformen an der Schnittstelle zum Unterhaltsvorschuss. Denn obwohl Einelternfamilien überproportional armutsgefährdet sind, erhalten sie bisher häufig gar keinen Kinderzuschlag und profitieren kaum von höherem Kindergeld.

Wie dringend der Handlungsbedarf ist, unterstreichen die Ergebnisse einer heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung zur Einkommensentwicklung unterschiedlicher Familienformen. Demnach sind mit 68 Prozent deutlich mehr Alleinerziehende und ihre Kinder armutsgefährdet, als bislang angenommen. Dass ein Grund dafür im schlechten Zusammenwirken unterschiedlicher Leistungen liegt, zeigt auch eine aktuelle Umfrage des VAMV: Alleinerziehende mit kleinen Einkommen können mit dem erweiterten Unterhaltsvorschuss schlechter dastehen als zuvor, da sie keinen Kinderzuschlag, kein Wohngeld und damit auch keine Bildungs- und Teilhabeleistungen mehr erhalten.
Erika Biehn, Bundesvorsitzende des VAMV, sagt dazu:
„SPD und CDU/CSU wollen laut Koalitionsvertrag prüfen, wie Kinderzuschlag, Wohngeld und Unterhaltsvorschuss bzw. Unterhalt besser aufeinander abgestimmt werden können. Es ist ein Fortschritt, dass die Politik das Problem erkannt hat. Denn Alleinerziehende mit wenig Geld haben nur etwas von einem höheren Kinderzuschlag, wenn der Unterhaltsvorschuss nicht mehr angerechnet wird. Eine neue Regierung muss dieses Problem lösen, ansonsten gehen die geplanten Maßnahmen wieder einmal an der Mehrheit der armutsbetroffenen Kinder vorbei.
Die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie bestätigen uns in unserer Forderung, dass die Politik endlich den Mut zu einem grundlegenden Systemwechsel in der Familienförderung aufbringen muss. Wir brauchen eine Kindergrundsicherung als einheitliche existenzsichernde Geldleistung, die alle Kinder gleichermaßen erreicht, unabhängig von der Familienform und dem Einkommen der Eltern. Wenn die Politik Alleinerziehende und ihre Kinder wirklich aus der Armut holen will, muss sie außerdem eine kostenfreie und bedarfsgerechte Infrastruktur für Bildung und Betreuung bereitstellen. Wir begrüßen, dass eine mögliche neue Bundesregierung laut Koalitionsvertrag weitere Schritte in diese Richtung machen möchte.“
Die ausführliche Auswertung unserer kürzlich veröffentlichten Umfrage inklusive anschaulicher Fallbeispiele finden Sie unter www.vamv.de. Weiterlesen: Maßnahmen gegen Kinderarmut müssen bei Alleinerziehenden ankommen

Was ist neu beim Unterhaltsvorschuss ab 1. Juli 2017?

erstellt von: Petra Beck

Der Ausbau des Unterhaltsvorschuss tritt am 1. Juli 2017 in Kraft.

Wenn Sie vom anderen Elternteil Ihres Kindes dauerhaft getrennt leben oder dieser verstorben ist und Ihr Kind weder Unterhalt vom anderen Elternteil noch Waisenbezüge bekommt oder der gezahlte Unterhalt oder die Waisenbezüge unter dem Mindestunterhalt liegen, können Sie bei der Unterhaltsvorschusskasse Unterhaltsvorschuss beantragen. Das Kind muss zudem in häuslicher Gemeinschaft mit Ihnen leben und bei Ihnen seinen Lebensmittelpunkt
haben. Das gemeinsame Sorgerecht steht einem Anspruch auf Unterhaltsvorschussnicht entgegen. Mit dem 18. Geburtstag des Kindes endet der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss.

Was ändert sich für Sie als Alleinerziehende durch die Reform?
Ein Informationspapier zur Reform finden Sie hier.

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