Kürzungen bei den Kindern von Alleinerziehenden

erstellt von: Petra Beck

Berlin. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) kritisiert die geplanten Kürzungen im Unterhaltsvorschussgesetz (UVG), die gestern vom Kabinett beschlossen wurden.

„Im Koalitionsvertrag hatte die Regierung Verbesserungen für die leistungsbeziehenden Kinder von Alleinerziehenden verankert, im Gesetzesentwurf sind dagegen unter der Überschrift „Entbürokratisierung“ Kürzungen zu finden“, kritisiert Angela Jagenow, stellvertretende Vorsitzende des VAMV.

Unterhaltsvorschuss ist eine Ersatz- oder Ausfallleistung, wenn Kinder vom barunterhaltspflichtigen Elternteil keinen Unterhalt erhalten: Durch einen Vorschuss auf den Unterhalt springt der Staat ein, allerdings nur bis zum zwölften Geburtstag des Kindes und für maximal 72 Monate. „Jedoch hat kein Kind eine Garantie, dass bei einer Trennung der Eltern der Unterhalt gezahlt wird, bloß weil es älter als zwölf ist“, so Jagenow. Deshalb fordert der VAMV, die Altersgrenze für den Bezug des UVG auf 18 Jahre zu erhöhen und die Bezugsdauer nicht länger zu deckeln. „Für das umstrittene Betreuungsgeld ist Geld vorhanden, aber bei den Kindern von Alleinerziehenden wird gespart“, moniert Jagenow, „obwohl diese ohnehin ein erhöhtes Armutsrisiko haben.“

Die gesellschaftliche Realität zeigt, dass Unterhalt auch langfristig nicht gezahlt wird. Um allen Kindern die gleichen Chancen auf einen guten Start ins Leben zu geben, setzt sich der VAMV deshalb dafür ein, familienpolitische Leistungen zu einer Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro im Monat weiterzuentwickeln.

Zum Nikolaustag ein Stipendium für Stev

erstellt von: Petra Beck

Marina Fröhlich, die immer versucht, ihrem Nachnamen gerecht zu werden, steht diesmal die Freude ins Gesicht geschrieben: Für ihren Sohn Stev erhält sie ein Stipendium für zweimal fünf Stunden Schülerhilfe. Die kann der freundliche, blonde Junge auch gut gebrauchen, findet nicht nur seine überraschte Mutti. Als Alleinerziehende besucht sie regelmäßig den Alleinerziehendentreff und kommt auch gern zum Frauenfrühstück ins FrauenKommunikationszentrum.

Marvin Pakosch hatte in der Landesgeschäftsstelle des VAMV angerufen und gefragt, ob es nicht Interessierte für einen Nachhilfegutschein gebe. Der junge Vater hatte diesen als Preis bei einem Wettbewerb gewonnen. Sein Söhnchen ist erst zwei Jahre und auch in der Verwandtschaft gibt es keinen Bedarf. Da er täglich an der Landesgeschäftsstelle des VAMV vorübergeht, fragte er eben bei uns an und machte Marina eine  besondere Nikolausüberraschung. Vielen Dank auch von uns!

Treffen der Landesvorstände Thüringen und Hessen

erstellt von: Petra Beck

Stark engagiert: (v.l.stehend) Ingrid Kuppa, Michael Härig, Annemarie Freitag, Hildegard Kaufmann und sitzend Viola Schirneck und Franziska Markert.

(Gera, 22. Oktober )Dass die Pausen während der Bundesdelegiertenversammlung niemals ausreichen, um zu einem umfassenden Gedankenaustausch zu kommen, hat die Landesvorsitzende Viola Schirneck schon immer gestört. Warum also nicht mal ein Besuch beim Nachbarverband? Eine gute Idee – fanden auch Ingrid Kuppa und Annemarie Freitag vom hessischen VAMV. Also verabreden sich die Landesvorstände von Thüringen und Hessen zu einem gegenseitigen Besuch vor Ort.

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Was sich alles geändert hat – Wie fair ist das Scheidungsrecht?

erstellt von: Petra Beck

Gesprächsrunde nachhören

Einblick in den Kleiderschrank – Wie eine Alleinerziehende sich und ihre Kinder mit wenig Geld gut einkleidet

erstellt von: Petra Beck

Gera-01. September 2011. Dass Fernsehreporter ins SOS-Kinderdorf e.V. mit Kamera und Mikrofon einrücken ist nichts besonderes. Diesmal jedoch galt das Interesse nicht einem Geraer Projekt am Kornmarkt, sondern der dort tätigen Sandy Kirchner. Die alleinerziehende Mutter von drei Kindern hilft stundenweise im Café Krümel und bessert mit der geringfügigen Entlohnung ihr HartzIV-Einkommen auf. Nun steht sie im Mittelpunkt des Interesses, dass sich jedoch nicht auf  ihrer Beschäftigung bezieht. TV-Journalistin Steffi Treuger von einer ZDF-Produktionsfirma will von ihr wissen, wie es eine alleinerziehende Mutter schafft, sich und ihre drei Kinder mit wenig Geld einzukleiden. In der blonden Enddreißigerin aus einem Geraer Ortsteil findet sie eine aufgeschlossene und selbstbewusste Gesprächspartnerin, die gern ihre „Geheimnisse“ verrät und durchaus auch einen Blick in den eigenen Kleiderschrank erlaubt. Selbst gibt sie ein gutes Beispiel dafür, dass wenig Geld nicht automatisch schlechtes Aussehen bedeutet. Ab und zu ergänzt sie selbst auch ihre Garderobe in der hauseigenen Kleiderbörse, die sie mit pflegt.

Oft fragen überregionale Zeitschriften- und Fernsehredaktionen beim Landesverband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in Gera nach, ob es ist nicht möglich wäre, Kontakte zu Alleinerziehenden zu vermitteln. Leider geht es in der Mehrzahl der Themen um negative Aspekte, für die sich verständlicherweise kaum jemand als Gesprächspartner zur Verfügung stellt. Deshalb  ist es um so erfreulicher, wenn die Kreativität und der Optimismus von Alleinerziehenden in den Fokus eines Beitrags gerückt wird.

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