Einblick in den Kleiderschrank – Wie eine Alleinerziehende sich und ihre Kinder mit wenig Geld gut einkleidet

erstellt von: Petra Beck

Gera-01. September 2011. Dass Fernsehreporter ins SOS-Kinderdorf e.V. mit Kamera und Mikrofon einrücken ist nichts besonderes. Diesmal jedoch galt das Interesse nicht einem Geraer Projekt am Kornmarkt, sondern der dort tätigen Sandy Kirchner. Die alleinerziehende Mutter von drei Kindern hilft stundenweise im Café Krümel und bessert mit der geringfügigen Entlohnung ihr HartzIV-Einkommen auf. Nun steht sie im Mittelpunkt des Interesses, dass sich jedoch nicht auf  ihrer Beschäftigung bezieht. TV-Journalistin Steffi Treuger von einer ZDF-Produktionsfirma will von ihr wissen, wie es eine alleinerziehende Mutter schafft, sich und ihre drei Kinder mit wenig Geld einzukleiden. In der blonden Enddreißigerin aus einem Geraer Ortsteil findet sie eine aufgeschlossene und selbstbewusste Gesprächspartnerin, die gern ihre „Geheimnisse“ verrät und durchaus auch einen Blick in den eigenen Kleiderschrank erlaubt. Selbst gibt sie ein gutes Beispiel dafür, dass wenig Geld nicht automatisch schlechtes Aussehen bedeutet. Ab und zu ergänzt sie selbst auch ihre Garderobe in der hauseigenen Kleiderbörse, die sie mit pflegt.

Oft fragen überregionale Zeitschriften- und Fernsehredaktionen beim Landesverband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in Gera nach, ob es ist nicht möglich wäre, Kontakte zu Alleinerziehenden zu vermitteln. Leider geht es in der Mehrzahl der Themen um negative Aspekte, für die sich verständlicherweise kaum jemand als Gesprächspartner zur Verfügung stellt. Deshalb  ist es um so erfreulicher, wenn die Kreativität und der Optimismus von Alleinerziehenden in den Fokus eines Beitrags gerückt wird.